Willkommen in der Chorwelt

Diese Seite wird noch weiter ausgebaut und wird Informationen zum Chorsingen allgemein sowie über spezielle Chöre enthalten

 

 

Brahms-Requiem in der Kathedrale in Szczecin im Versöhnungskonzert am 1. September 2009 um 21 Uhr.

Am 70. Jahrestag des Beginns des zweiten Weltkriegs zelebrieren Polnische und Deutsche Chöre, Solisten und Orchestermusiker gemeinsam als Zeichen der Versöhnung ein Requiem zum Gedenken an die zahllosen Toten des 2. Weltkrieges in der St. Jacobs-Kathedrale in Stettin (Szczecin).

Auf Vorschlag der Polnischen Partner wird „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms aufgeführt.

Das Orchester setzt sich zusammen aus:

Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Szczecin, dem Instrumentalistenensemble „Camerata Nova“ Szczecin, dem Preußischen Kammerorchester Prenzlau.

Den Chor bilden:

Mitglieder des Kammerchores Szczecin, des Vokalistenensembles „Camerata Nova“ Szczecin, des Chores der Musikhochschule Poznań, Filiale Szczecin, des Domchores Greifswald, der Kantorei der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin, des Karl-Forster-Chores Berlin, der Berliner Cappella, des Berliner Konzert Chores, von Cantus Domus Berlin und des Jungen Ensembles Berlin.

Solisten:

Franka Kraneis, Sopran (Hamburg, Deutschland)

Leszek Skrla, Bariton (Gdansk, Polen)

Dirigent: Eugeniusz Kus (Szczecin, Polen)

Das Konzert steht unter der Schirmherrschaft des Marshalls der Wojewodschaft Westpommern und Präsidenten der Stadt Szczecin Herrn Wladyslaw Husejko.

Bischof Jan Kazieczko würdigt dieses Requiem durch seine Anwesenheit.

Das Konzert beginnt um 21.00 Uhr,

der Eintritt ist frei.

Grußwort des Präsidenten des Deutschen Chorverbandes, Dr. Henning Scherf, zum Versöhnungskonzert in der Kathedrale St. Jacob in Szczecin am 1. September 2009

Es öffnet einen hoffnungsfrohen Blick in die Zukunft, wenn heute, am 70sten Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges, Choristen der einst gegeneinander kämpfenden Völker miteinander ein Requiem für die Kriegstoten beider Seiten anstimmen. „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ werden sie einander zusingen und dabei an Schmerz und Leid erinnern, das der Krieg ihren Familien und Freunden zufügte.

„Der Tod ist verschlungen in den Sieg! Tod, wo ist dein Stachel, Hölle, wo ist dein Sieg“ wird gegen Ende des Requiems erklingen und uns ins Bewusstsein rufen, dass wir die Hölle des Krieges überwunden haben, dass nur ein friedvolles Miteinander Zukunft hat.

Die Vergangenheit wollen wir nicht vergessen. Sie soll uns mahnen und davor bewahren, Gewalt und Krieg in unserer Völkergemeinschaft jemals wieder zuzulassen.

Uns im Deutschen Chorverband hat es besonders tief angerührt, dass unsere polnischen Freunde vorgeschlagen haben, bei diesem Anlass „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms miteinander zu musizieren. Darin sehen wir bestätigt, dass es den Chören unserer beiden Völker gelungen ist, Ideologien und Feindschaften zu überwinden, die versöhnende Sprache der Musik in den Mittelpunkt zu stellen und für die Verständigung über alle Sprachgrenzen zu nutzen. Wir danken für diese Geste des Vertrauens.

webmaster